Kauartikel vom Kaninchen

Neue Parvovirose-Variante auf dem Vormarsch

Die  Parvovirose ist eine schwere und bei Hunden oft tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Ihr Hauptsymptom ist schwerer blutiger Durchfall, der innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen kann.

Durch Impfprogramme konnte sie in Deutschland weitgehend eingedämmt werden. Doch neue Gefahr droht durch eine Variante Parvo 2c, die in Italien 2000 erstmals auftauchte, ebenfalls zu schwerem Durchfall führt und jetzt dort die alten Erreger Parvo 2a und 2b weitgehend ersetzt hat.

In Deutschland, England, Spanien und weiteren Ländern Europas verbreitet sich die Variante Parvo 2c ebenfalls sehr schnell und in diesem Jahr wurde sie erstmals auch in Südamerika gefunden. Nicht nur auf Reisen mit dem Hund, sondern auch im Heimatland ist auf den bestmöglichen Schutz zu achten. Die Firma Intervet, Unterschleissheim, konnte zeigen, dass all ihre Parvovirose Impfstoffe auch bei härtester Belastung gegen Parvovirus 2 c schützen.


Powergeschirr

Hundemalaria: Risiko im Herbst

Die Hundemalaria hat sich in den letzten Jahren in Deutschland durch eine eingewanderte Zeckenart (Auwaldzecke) ausgebreitet. Mehr als 1.500 Hunde erkrankten im letzten Jahr allein in Deutschland an dieser Krankheit. Nachwuchs infizierter Auwaldzecken sind selbst mit dem Erreger infiziert. Der Frühjahrsschlupf sorgt dafür, dass die Zahl infizierter Zecken im Herbst höher ist als im Frühjahr (zum Glück überstehen nicht alle Zecken den Winter). Hunde sollten deshalb von Februar bis mindestens November (je nach Witterungsverlauf auch länger) ausreichend gegen Zecken geschützt werden. Hundemalaria ist nicht auf den Menschen übertragbar.



Zahnprobleme beim Hund kann man riechen

 Mundgeruch beim Hund ist ein Indiz für  Zahnprobleme. So diesem Schluss kommt eine Studie an der Klinik für kleine Haustiere der FU Berlin. Untersucht wurden 100 Hunde, die wegen Mundgeruchs vorgestellt wurden. Mit einem Halimeter wurden flüchtige Schwefelverbindungen gemessen, die aus der Tätigkeit von im Maul siedelnden Bakterien entstehen. Das Ergebnis war eindeutig: „Es gibt einen direkten Zusammenhang von Geruch und Gesundheit der Zähne. Bei allen Hunden, bei denen wir Mundgeruch wahrgenommen haben, konnten wir erhöhte Schwefelverbindungen im Maul nachweisen, und alle diese Hunde hatten Zahnprobleme“, so Claudia Kellermeier, die zusammen mit Bärbel Rühe die Untersuchungen vornahmen. Im Unterschied zum Menschen sind bei Hunden nicht die Zungen Bakterienherd, sondern ausschließlich die Zahnfleischtaschen.

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